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Wem vertraut man seinen besten Freund und Kumpel an? Den vier-, oder zweibeinigen Freund? Das Lebewesen das einen nicht belügt, ein Partner ist. Einen zum Lachen und manchmal auch zum verzweifeln bringt. Dessen Freude uns zum glücklichsten Menschen macht und dessen Leid uns in die Hölle schickt.

Wenn dann der Moment kommt, an dem wir Hilfe brauchen, da wir krank sind, arbeiten müssen, weg fahren möchten oder irgend etwas anderes uns aufhält, überfällt einen eine Flut von Angeboten verschiedenster Art der Möglichkeiten.
Da sind in erster Linie Familienmitglieder und Freunde die gerne einspringen. Das ist großartig, denn in den meisten Fällen sind die dem Tier vertraut und es fühlt sich sicher. Da wir den Menschen gut kennen, fühlen wir uns auch sicher. Wir wissen: unser liebstes ist top versorgt und leidet keinen Trennungsschmerz.
Dann gibt es Nachbarn und Bekannte. In vielen Fällen sind auch diese vertraute und können sich gut um das Tier kümmern.
Und wenn das alles nicht erreichbar ist, gibt es die Tierbetreuer und Tiersitter. Auf der Suche im Internet wird man schnell fündig: das Angebot ist vielfältig. Von der Schülerin die sich ein Taschengeld dazu verdienen möchte bis zu großen stationären Pensionen ist alles dabei.
Aber wie findet man jetzt das Richtige?
Zunächst sollte man sich das eigene Bedürfnis und vor allem das des zu betreuenden Tiers anschauen. Wie stressanfällig ist das Tier? Geht es enge Bindungen mit Menschen ein? Wie reagiert es auf veränderte Umstände, veränderte Umgebung? Benötigt es besondere Aufmerksamkeit durch Krankheiten oder Allergie? Manche Tiere benötigen aufgrund von Art und Rasse schon besondere Aufmerksamkeit. Wie flexibel sollte sie Betreuung sein, was für speziellen Anforderungen habe ich?
Und woher weiß man schlussendlich, ob das gefundene Angebot den Anforderungen wirklich gerecht wird?

Grundsätzlich darf sich jede Privatperson hobbymäßig als Tierbetreuer anbieten. Wird ein Betreuungsentgelt fällig, muss ein Gewerbe angemeldet sein. Besser sagt man hier ’sollte‘ angemeldet sein. Viele Privatpersonen nehmen einen kleinen Obolus als Aufwandsentschädigung. Wer das Ganze nicht an die allzu große Glocke hängt, kann sich damit ein nettes Zubrot verdienen.
Für viele Tierhalter kann das eine gute Lösung sein. Allerdings kommt es hier auch vor, dass die Betreuung aus verschiedenen Gründen plötzlich weg bricht. Sei es, dass der Betreuer keine Lust mehr hat, seine Hauptarbeit die freie Zeit nicht mehr her gibt, oder verschiedene andere Möglichkeiten die einen vom kleinen Zubrot abhalten.
Es gibt keine Garantie, keine Sicherheit und vor allem keine Versicherung.
Häufig wenden sich Tierhalter dann im Anschluss an eine gewerbliche Tierbetreuung.
Hier gibt es einige Möglichkeiten heraus zu finden, ob das Angebot auch vertrauenswürdig ist, ob man sein Tier guten Gewissens dort betreuen lassen kann.

Punkt 1 ist der Sachkundenachweis.
In den meisten Regionen ist die gewerbliche Tierbetreuung eine erlaubnispflichtige Tätigkeit.
Das bedeutet, jeder Betreuer muss vor dem Veterinäramt in Form einer Prüfung, oder dem Nachweis einer fachlich fundierten Ausbildung (Tierpfleger, Tierwirt etc), seine Sachkunde nachweisen. Ist dies erfolgt, erhält er oder sie den „Sachkundenachweis nach §11 Tierschutzgesetz zur gewerbsmäßigen Betreuung Tiere Dritter“
Da natürlich jede Bescheinigung und Befähigung auch ein wichtiges Werbemittel darstellt, sollte der suchende Tierhalter schon beim Fehlen der Erwähnung des Sachkundenachweises stutzig werden. Wahrscheinlich ist der Tierbetreuer nicht beim Amtsveterinär angemeldet und damit übt er eine erlaubnispflichtige Tätigkeit ohne Sachkunde und damit ohne Erlaubnis aus. Auch gelernte Kräfte müssen diese Erlaubnis vorweisen können!

Aber auch abgesehen von der ‚§11 Sachkunde‘ sind Erfahrung und Fachwissen ein wichtiger Grundsatz in der Tierbetreuung. Die Ausbildung zum Tierpfleger in den 3 verschiedenen Fachrichtungen dauert jeweils 3 Jahre. In dieser Zeit werden grundlegende medizinische Kenntnisse erlernt. Dazu Art- und Rassenkunde. Sozialverhalten, Fortpflanzung, Lebensweisen und -Räume, Kommunikation, Futtermittel, Haltungsgrundsätze, Handling, Körperpflege, Aufzucht und unendlich viele weitere Themen und Details. 

Für Tierpfleger und auch ‚ungelernte‘ gibt es ein vielfältiges Angebot an Fort-und Weiterbildungsmöglichkeiten. Quereinsteiger können sich auf diese Weise gut für die Arbeit als Tierbetreuer qualifizieren. Je länger und fundierter die Ausbildung /Weiterbildung ist desto höhere Qualität kann man von einem Betreuer erwarten.
Dies bedeutet: Die Betreuung sollte verschiedene fachspezifische Aus-und Weiterbildungen vorweisen können. Mit ein wenig Recherche kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie der Betreuer ausgebildet ist. Benennt er eine bestimmte Ausbildungsstätte, kann man auf deren Webseite meist einen Überblick der vermittelten Kenntnisse erhalten.

Ein weiterer Punkt ist die Betriebshaftpflichtversicherung. Ein Tierbetreuer trägt eine große Verantwortung. Trotz aller Fachkenntnis und Sachkunde ist er trotzdem nur ein Mensch und Fehler passieren. Damit Betreuer und Kunde rundum abgesichert sind, sollte eine umfassende Betriebshaftpflichtversicherung bestehen. Auch diese gehört erwähnt!

Dann sollte dringend ein Betreuungsvertrag abgeschlossen werden. In diesem werden alle Grundlagen festgelegt. Er schützt nicht nur den Betreuer, sondern auch den Tierhalter.

Eine weitere Sache die man überprüfen sollte: ist es möglich sich anzuschauen wo und wie mein Tier betreut wird? Bei stationären Pensionen lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Wird dieser verwehrt, sollte man stutzig werden. Es gibt kaum einen plausiblen Grund dem Tierhalter den zukünftigen Aufenthaltsort des Tieres vorzuenthalten.
Bei mobilen Betreuungen, also einer Tierbetreuung die zum Halter nach Hause kommt und dort arbeitet, ist besonderes Vertrauen nötig. Immerhin betritt die Person den eigenen Wohnraum in Abwesenheit der Tierhalter. Welche Sicherheiten gibt die Tierbetreuung? Auch hier ist die Frage nach der Haftpflichtversicherung wichtig. Schlussendlich kann man den Menschen aber nur vor den Kopf schauen. Aufschluss können auch die Erfahrungen vorheriger Kunden geben.

Wie intensiv beschäftigt und hinterfragt der Betreuer die individuellen Gegebenheiten des Tieres? Werden wichtige Fragen nach Charakter, Krankheiten, besonderen Vorlieben oder Abneigungen gestellt? Kein Tier ist wie das andere und ein professioneller Tierbetreuer weiß das.

Hat man sich für ein Angebot entschieden, gibt einem das eigene Tier die beste Hilfe. Schon während der Betreuung sollte der Betreuer über das Befinden des Tieres berichten können. Am besten mit Bildmaterial. Erzählt er von typischen Eigenschaften? Berichtet er ggf auch von Schwierigkeiten?
Nach der Betreuung muss man sein Tier befragen. Ist es entspannt? Wie ist seine Stimmung? Hat es Futter verweigert, wie ist das Fell ( stumpfes Fell, oder auch rupfen bei Vögeln kann für anhaltenden Stress sprechen)
Wie ist euer Bauchgefühl, wenn ihr euer Tier nach der Betreuung wieder seht?
Und wie reagiert das Tier, wenn es den Betreuer wieder sieht?

Schlussendlich ist Tierbetreuung auch eine Kostenfrage. Was kann man ausgeben, was will man ausgeben, was erwartet man für das gezahlt Geld?
Ein Nachbar, oder ein Schüler /Rentner kostet natürlich nicht so viel wie eine professionelle Betreuung, bietet allerdings auch weniger Fachkenntnis, Sicherheit und Garantie. Ein Profi kann seine Dienste nicht zum gleichen Preis wie der Schüler, oder die Privatperson anbieten. Dafür sollte man hier aber davon ausgehen können, dass man rundum abgesichert ist, alle Befähigungen, Versicherungen und Ausbildungen vorliegen und das Tier mit Liebe und Fachkenntnis versorgt wird.

Je nach den eigenen Bedürfnissen und denen des Tieres gibt es viele Dinge zu bedenken und die Wahl der richtigen Betreuung ist nicht einfach. Ein ‚Griff ins Klo‘ kann für Tier und Halter unnötigen Stress bedeuteten, Ärger und Scherereien. Hat man aber den oder die richtige gefunden, kann man sich beruhigt zurücklehnen.

 
 
 
 
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